Was Sie von SharePoint-Dokumentenmanagement erwarten können
SharePoint wurde als Tool für die Zusammenarbeit und den Aufbau von Intranets entwickelt. Gleichzeitig sollte es einen sicheren Ort zum Speichern, Organisieren, Freigeben und Abrufen von Informationen bieten. Seit der Markteinführung im Jahr 2001 wurden sechs Versionen der browserbasierten Plattform veröffentlicht. Heute wird SharePoint als On-Premise-, Cloud- und Hybrid-Version angeboten.
SharePoint ist Teil eines umfassenden Ökosystems aus Funktionen und Funktionssätzen. Es beinhaltet einen sich ständig wandelnden Funktionsumfang und erfordert komplexe Lizenzierungsvereinbarungen. Oft wird es zusammen mit Microsoft Exchange, Skype for Business und Office Web Apps in mittelständischen Organisationen sowie großen Abteilungen und Unternehmen bereitgestellt. Seit der Veröffentlichung von SharePoint 2013 ist Office 365 der primäre Vertriebskanal für SharePoint.
Das cloudbasierte SharePoint 2016 (veröffentlicht am 14. März 2016) war darauf ausgelegt, die Plattform in vielerlei Hinsicht zu verbessern, unter anderem durch Bemühungen zur Verbesserung der Benutzererfahrung und der Suchfunktion, da Benutzer*innen heutzutage ein hohes Maß an Personalisierbarkeit und Geschwindigkeit erwarten. Unternehmen, die keine lokale Installation haben oder aus Compliance-Gründen eine lokale Installation benötigen, können diese aktuelle Version lizenzieren. Dieser Ansatz für das Inhaltsmanagement und die Zusammenarbeit zeichnet sich auch durch niedrigere Kosten aus.
Was SharePoint-Dokumentenmanagement ist – und nicht ist
Die meisten der aufgeführten Punkte unter „Was ist SharePoint und was ist es nicht?“ gelten für SharePoint 2013 und älter. Die Ergebnisse einer Umfrage unter 1.000 SharePoint-Benutzer*innen Anfang 2016 zeigen Folgendes:
- 72 Prozent nutzen SharePoint Server 2013
- 54 Prozent nutzen SharePoint Server 2010
- 19 Prozent nutzen SharePoint Server 2007
- 4 Prozent nutzen SharePoint Server 2003
- 1 Prozent nutzen noch die Version von 2001
Viele Unternehmen bleiben bei früheren Versionen, weil die Migration oft eine große Herausforderung darstellt und für Benutzer*innen, die in die Anpassung von SharePoint On-Premises investiert haben, viel Zeit und Arbeit kostet. Erschwerend kommt hinzu, dass benutzerdefinierte Webparts, Gestaltungsvorlagen und Seitenlayouts in neueren SharePoint-Versionen möglicherweise nicht funktionieren, was weitere Anpassungen erfordert.
Was ist SharePoint-Dokumentenmanagement?
- Es ist allgegenwärtig: SharePoint spielt in einigen der größten Unternehmen der Welt eine dominierende Rolle. Das bedeutet, dass es von vielen Mitarbeitenden als Intranet und für die gemeinsame Nutzung von Dokumenten eingesetzt wird. Dank der Neigung des Unternehmens zur Bündelung wird SharePoint mittlerweile ein Geschäftswert von über 2 Milliarden US-Dollar zugeschrieben.
- Es ist skalierbar: Da sehr viele SharePoint-Benutzer*innen auch MS Office verwenden, kann die Plattform wachsen, um mehrere Geschäftsanforderungen zu erfüllen. Dies gilt insbesondere für Benutzer*innen, die SharePoint als Teil einer Office-365-Suite verwenden, die auch cloudbasierten Zugriff auf Exchange, Office-Clients und Web-Apps ermöglicht.
- Es ist anpassbar: Laut einer Umfrage von Forrester Research erweitern 65 Prozent aller Unternehmen, die SharePoint verwenden, die Kernsoftware um zusätzliche Funktionen. Diese Anpassbarkeit hat Vor- und Nachteile. Die benötigte Feinabstimmung zur Erfüllung bestimmter organisatorischer Anforderungen erfordert Training und Kommunikation, um Teammitglieder dazu zu bringen, das SharePoint-Dokumentenmanagement zu verwenden. Die Sicherheit lässt sich ohne weitere Anpassungen nur schwer verwalten und größere Unternehmen verwenden hierfür oft Drittanbietertools.
- Es ist zeitraubend: Die Einarbeitung in SharePoint benötigt Zeit, unabhängig davon, ob ein Unternehmen eine*n der Tausenden Expert*innen oder Berater*innen beauftragen, die sich mit Schulungen, Entwicklung und Support befassen. Größere Organisationen können drei bis fünf Jahre benötigen, um SharePoint erfolgreich einzuführen und zu implementieren – mittelständische Unternehmen benötigen ein bis zwei Jahre und kleine Unternehmen sechs bis acht Monate.
- Es ist (jetzt) mobil: SharePoint ist bereits seit einigen Jahren über Office 365 mit Mobilgeräten von Microsoft kompatibel. Nun gibt es zudem eine mobile App für iOS, wobei mobile Apps für Android und Windows 10 laut Microsoft bis Ende des Jahres verfügbar sein werden.
Welche Qualitäten hat das SharePoint-Dokumentenmanagement nicht?
- Es ist nicht einfach: Aufgrund der Anzahl an Funktionen gestaltet sich die Verwendung, das Verständnis und die Navigation durch SharePoint oft äußerst kompliziert. Die Einführung erfordert also viel Training und Kommunikation. Die Leistung (insbesondere in älteren Serverversionen) war notorisch träge.
- Es ist nicht benutzerfreundlich: Benutzer*innen haben sich an personalisierte Technologien gewöhnt. Der Unterschied zwischen benutzerfreundlichen Technologien und SharePoint führt oft zu Frustrationen und (manchmal) sogar zu Abneigung.
- Es ist nicht schnell (genug): „Langsam“ ist eine häufige Beschwerde von SharePoint-Kund*innen. Die Version 2016 beinhaltet eine verbesserte Suchfunktion, die schneller Ergebnisse liefert, und es gibt neue Möglichkeiten zur schnelleren Erstellung von Sites und Sitesammlungen – aber all dies befindet sich weiterhin in Arbeit.
- Es ist nicht modern: SharePoint wird fast alle zwei Jahre aktualisiert, um die Funktionsweise und den Funktionsumfang zu verbessern. Dennoch scheint es so, als würde Microsoft versuchen, aufzuholen, statt den Weg vorzugeben. Die Migration hin zu neueren Version von SharePoint ist auch nicht unbedingt einfach oder kostengünstig für die Geschäfte, die es bereits verwenden. Es ist auch nicht billig. Der Wechsel zu SharePoint 2016 ist zwar einfacher, wenn Sie von SharePoint 2013 aktualisieren, der Kauf neuer Lizenzen oder die Hochstufung vorhandener Lizenzen treibt aber dennoch den Gesamtpreis in die Höhe. Auch die Kosten für die Schulung von Teammitgliedern im Umgang mit dem neuen System müssen berücksichtigt werden.
- Es ist nicht App-freundlich: Apps in SharePoint erscheinen oft wie eine Nebensache statt eine bewusste Designentscheidung. Alles, was über grundlegende Arbeiten herausgeht, benötigt oft viel Arbeitsaufwand.
- Die Zugriffssteuerung ist problematisch: Eines der größten Probleme ist das Fehlen einer zentralisierten Möglichkeit, den Zugriff auf die Dokumentenmanagement-Infrastruktur zu kontrollieren. Seit den Anfängen von SharePoint sind die Informationsmengen, die Sicherheitsbedrohungen und die Änderungsrate in Unternehmen exponentiell gewachsen, aber das Sicherheitsmodell hat nicht unbedingt Schritt gehalten.
SharePoint verfügt zwar über leistungsstarke Funktionen und kann eine gute Lösung für große Unternehmen sein, die bereits von Microsoft abhängig sind, aber es gibt SharePoint-Alternativen für Unternehmen, die eine schlüsselfertige Lösung für die Zusammenarbeit und das Dokumentenmanagement suchen.
7 wichtige Funktionen von Dokumentenmanagementsystemen
Obwohl jedes Unternehmen anders ist, sollten Sie dennoch einige allgemeine Überlegungen anstellen, bevor Sie sich für ein Dokumentenmanagementsystem entscheiden. Unabhängig davon, ob Sie sich für SharePoint oder eine Alternative entscheiden, sollten Sie diese Checkliste durchgehen, um sicherzustellen, dass Sie das richtige System für Ihr Unternehmen erwerben:
- Kostengünstig: Der Kauf muss einen schnellen und bedeutsamen Return on Investment (ROI) bieten. Cloudbasierte Lösungen haben in der Regel niedrigere Lizenzkosten.
- Suchfunktionen: Sie benötigen eine breite Auswahl an Suchoptionen, um Dateien schnell zu finden. Sie sollten in der Lage sein, sowohl nach dem Namen als auch dem Inhalt von Dateien zu suchen.
- Benutzerfreundlichkeit: Eine intuitive Bedienung ist ein Muss für die Akzeptanz – je schwieriger die Verwendung eines Dokumentenmanagementsystems ist, desto weniger effektiv ist es.
- Mobiler Zugriff: Bedenken Sie die flexible Arbeitskultur von heute und wählen Sie eine Lösung, auf die Smartphones und Tablets problemlos zugreifen können.
- Integration: Die Lösung sollte eine einfache Integration mit Ihren bestehenden Lösungen bieten, z. B. Ihrem E-Mail-Client oder Ihrer Customer-Relationship-Management-Software.
- Zusammenarbeit und soziale Vernetzung: Die Lösung sollte es verschiedenen Benutzer*innen ermöglichen, ihre Beiträge in einem geteilten Dokument einzusehen und einzutragen, in der Regel in Echtzeit, basierend auf der Berechtigungen.
- Sicherheit: Das System muss einschränken, wer bestimmte Dokumente sehen kann. Es muss außerdem Benutzer-ID- und Kennwortverwaltung, rollenbasierte Sicherheit, automatische Abmeldeeinstellungen und Auditkontrollen, Zertifizierungen und Datenverschlüsselung für On-Premise-, Hybrid- oder Cloudsysteme bieten.
So vereinfacht Smartsheet das Dokumentenmanagement
Befähigen Sie Ihr Team, über sich selbst hinauszuwachsen – mit einer flexiblen Plattform, die auf seine Bedürfnisse zugeschnitten ist und sich anpasst, wenn sich die Bedürfnisse ändern. Mit der Plattform von Smartsheet ist es einfach, Arbeiten von überall zu planen, zu erfassen, zu verwalten und darüber zu berichten. So helfen Sie Ihrem Team, effektiver zu sein und mehr zu schaffen. Sie können über die Schlüsselmetriken Bericht erstatten und erhalten Echtzeit-Einblicke in laufende Arbeiten durch Rollup-Berichte, Dashboards und automatisierte Workflows, mit denen Ihr Team stets miteinander verbunden und informiert ist. Es ist erstaunlich, wie viel mehr Teams in der gleichen Zeit erledigen können, wenn sie ein klares Bild von der geleisteten Arbeit haben. Testen Sie Smartsheet gleich heute kostenlos.
Dokumentmanagementressourcen
Weitere Informationen zu Dokumentenmanagementressourcen:
Wie Smartsheet mit Google Drive arbeitet
Wie Smartsheet mit OneDrive arbeitet
Erfahren Sie, wie einfach es ist, Elemente hochzuladen und anzuhängen